Die Idee - Das Kinderhospiz für und in der Mitte der Bundesrepublik Deutschland
„Nicht dem Leben mehr Tage sondern den Tagen mehr Leben schenken“.
In unserem Kinderhospiz werden wir etwas leisten, das in unserer hochtechnisierten Medizin oft selten geworden ist. Wir schaffen einen Raum für Menschlichkeit, für Lebensfreude trotz schwerer Krankheit.
Die Idee eines Hospizes für Kinder und deren Familien ist in Deutschland noch recht jung. Die Aufgaben und Ziele unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von denen eines Erwachsenen-Hospizes.
Ein Kind steht nie allein - seine Krankheit ist immer auch ein Schicksalsschlag für die gesamte Familie.
Das Gefühl der Ohnmacht gegenüber dem Leid und den Schmerzen des Kindes, die aufopferungsvolle, zeitaufwendige Pflege und die damit verbundenen Einschränkungen des eigenen Lebens bestimmen den Alltag der Eltern. Und auch die Geschwister eines lebensverkürzt erkrankten Kindes durchleben eine schwere Zeit. Sie werden früh mit Abschied und Tod konfrontiert und leiden, sowohl unter der geringeren Aufmerksamkeit der Eltern als auch an der Sorge, einen geliebten Menschen zu verlieren.
Hilfe für das erkrankte Kind muss also immer Hilfe für die ganze Familie sein.
Und so steht „unsere Herberge des Lebens“ der gesamten Familie offen. 28 Tage im Jahr können die Familien bei einem Aufenthalt in einem Kinderhospiz wie dem unseren eine Auszeit von ihrem Alltag nehmen.
Die kleinen Gäste werden liebevoll versorgt und die Eltern von ihrer schweren Aufgabe entlastet. So können sie sich erholen und neue Kraft schöpfen. Darüber hinaus erfahren sie in Gesprächen mit anderen betroffenen Eltern oder unserem Personal, dass sie in dieser schweren Zeit nicht alleine stehen.
Auch die Geschwisterkinder erfahren durch unsere ganzheitliche Betreuung mit Spiel und Spaß, aber auch durch die psychosozialen Hilfsangebote die Aufmerksamkeit, die sie benötigen, um die Belastungen ihres Alltages zu bewältigen. Alles dies trägt dazu bei, dass alle gemeinsam eine intensive, unbeschwertere Zeit als Familie genießen können.
So sind wir vor allem ein Ort, an dem gespielt, gelacht und gelebt wird und nicht nur ein Ort der Abschiednahme und Trauer.
Diese Kinder leiden oft an Krankheiten, die erst nach unabsehbar langer Zeit teilweise über Jahre zum Tode führen. Hierbei handelt es sich nicht nur um Krebserkrankungen, sondern auch um Haut-Muskel-Stoffwechsel- oder neurodegenerative Erkrankungen. All diese Erkrankungen erfordern eine intensive, zeitaufwendige Pflege, die auch den Einsatz technischer Hilfsmittel mit einbezieht. Der oberste Grundsatz unsere Pflege ist es, zu jeder Zeit die Würde und speziellen Bedürfnisse der Gäste im Blick zu behalten.









