Die Leistungen des ambulanten und stationären Kinderhospizdienstes des Kinderhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz
Unsere umfassende Hilfe für die schwer kranken Kinder und deren Familien ruht auf zwei Säulen. Zum einen auf der medizinisch, pflegerischen Versorgung insbesondere im palliativ-medizinischen Bereich und zum anderen auf einer weitreichenden psychosozialen Begleitung.
Schmerztherapie
Ein Schwerpunkt der Kinderhospizarbeit ist die auf die individuelle Situation des Kindes abgestimmte Schmerztherapie. Denn nur wenn ein Kind keine Schmerzen mehr fühlt, kann es sich anderen Dingen zuwenden. Andernfalls bestimmt der Schmerz den Tagesablauf. Eine solche Situation ist eine unerträgliche Belastung für das Kind und lässt auch die der Situation hilflos gegenüberstehende Familie leiden. Entscheidend für den Erfolg der Schmerztherapie ist die funktionierende Zusammenarbeit aller Beteiligten. Nur wenn Eltern, Pflegepersonal, Psychologen und Ärzte in einem gut aufeinander abgestimmten Team zusammenarbeiten, kann die optimale Versorgung garantiert werden.
Psychosoziale Begleitung
Unser Ziel ist kein bloßes Pflege-, sondern vielmehr ein Vertrauensverhältnis. Viele Eltern macht die Angst vor dem Schicksal ihrer schwer kranken Kinder hilflos. Die Furcht vor dem Verlust des geliebten Kindes und das Gefühl der Ohnmacht, nichts für das Kind tun zu können, schaffen eine mit nichts zu vergleichende Situation. Allzu oft führt dies zur sozialen Isolation der Familien. Freunde fühlen sich nicht in der Lage, angemessen reagieren zu können oder ziehen sich aus falsch verstandener Rücksicht zurück.
Die erste Aufgabe unserer Mitarbeiter und ehrenamtlichen Familienhelfer ist es daher, den Familien verlässliche Partner zu sein und ein tragfähiges Vertrauensverhältnis aufzubauen. Oft muss auch das Verhältnis zwischen den Eltern und dem kranken Kind auf eine neue, offenere Basis gestellt werden.
Denn nur wenn die Kinder und Jugendlichen gelernt haben, ihren Eltern und dem Pflegepersonal zu vertrauen, sind sie bereit, offen über die Fragen zu sprechen, die sie beschäftigen und die ihnen Angst machen. Fragen wie: "Tut Sterben weh?" oder "Bin ich allein, wenn ich sterbe?" kosten sowohl den Fragenden als auch den, der sie beantworten soll, große Überwindung. Doch wenn es gelingt, offen und vertrauensvoll damit umzugehen, können beide Seiten großen Gewinn daraus ziehen.
Umfassende Hilfe
Die psychosoziale Begleitung unseres ambulanten und stationären Kinderhospizdienstes fördert und unterstützt die betroffenen Familien beim Umgang mit ihrer schweren Situation. Die betroffenen Familien bestimmen den Zeitpunkt und die Art der Hilfen selbst. Alle unsere Beratungen erfolgen vertraulich und berücksichtigen die individuelle Weltanschauung und Religionszugehörigkeit der Familien.
Wir bieten
- Hilfe durch Beistand bei wichtigen Entscheidungen
- Umfassende Informationen über die Situation des Kindes und die Unterstützungsysteme
- Professionelle psychologische Beratung und Betreuung
- Hilfe bei der Verarbeitung des Verlustes durch individuelle Trauerrituale, Einzelgespräche und Trauergruppen.
Darüber hinaus werden wir den betroffenen Familien, insbesondere den Geschwisterkindern, auch Angebote zur Freizeitgestaltung
bieten und so den Aufenthalt für alle Familienmitglieder bei uns zu einem Erlebnis werden lassen.









