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Donnerstag, 09.11.2017

Thüringer Schüler, Lehrer und Eltern starten Benefizaktionen zugunsten todkranker Kinder in der Weihnachtszeit

Über 260.000 Schülerinnen und Schüler des Freistaates Thüringen sind aufgefordert, sich an die Seite der Aktion: „ANTENNE THÜRINGEN – Weihnachtsengel – Gemeinsam stark für das Kinderhospiz“, zu stellen.

Thüringer Schüler helfen aktiv der Benefizkampagne.
Alle Rechte am Foto frei und honorarfrei bei Nennung der Quelle: Guido Werner

Thüringen. Die Thüringer Landesschülervertretung (LSV), die Thüringer Landeselternvertretung (LEV) und der Thüringer Lehrerverband (tlv) rufen erneut gemeinsam unter dem Motto „ANTENNE THÜRINGEN – Weihnachtsengel – Gemeinsam stark für das Kinderhospiz" alle Schüler, Lehrer sowie Eltern des Freistaates Thüringen auf, in der Vorweihnachtszeit Spendenaktionen zugunsten des gemeinnützigen Trägervereins für das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zu starten. 

So erreichen zur Zeit offizielle Infopakete alle Thüringer Schulleitungen mit der Bitte, deren Inhalt an die Schüler- und Elternvertreter sowie die Lehrerschaft weiterzuleiten. Ziel ist es zum einen, über die wichtige menschliche Arbeit des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland zu informieren, aber ebenso werden Ideen für Spendenaktionen für die unterschiedlichen Schularten gegeben.

„Für uns als Vertreter der Schülerinnen und Schüler in Thüringen war es eine schnell beschlossene Sache, hier wieder zu helfen. Bereits in den vergangenen Jahren waren wir sehr erfolgreich für das Kinderhospiz aktiv. Daran möchten wir anknüpfen. Uns haben zwei Dinge überzeugt wieder mitzumachen. Zum einen, dass jede Familie von diesem schlimmen, kaum fassbaren Schicksal betroffen sein könnte. Zum anderen, dass hier wieder gemeinschaftlich mit Schülern, Eltern und Lehrern in Thüringen ein Projekt unterstützt wird, mit dem sich alle identifizieren können. Auch kann man beim Kinderhospiz direkt verfolgen, was mit den gesammelten Spenden passiert, wo und wie sie eingesetzt werden. Wir stehen an der Seite der todkranken Kinder und deren Familien aus der gesamten Bundesrepublik“, so Hannes Leiteritz, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Thüringer Landesschülervertretung (LSV).

Ebenso freute sich der ehrenamtliche Landeselternsprecher der Thüringer Landeselternvertretung (LEV), Roul Rommeiß, über den pünktlichen Start der Benefizaktion zur Vorweihnachtszeit: „Mit jeder Benefizaktion, die veranstaltet wird, helfen wir nicht nur direkt und konkret, dort wo Hilfe dringend gebraucht wird. Durch das nachhaltige Zusammenspiel zwischen Schülern, Lehrern und Eltern, die gemeinsam Spendenaktionen initiieren und umsetzen werden, wird natürlich auch die soziale Kompetenz der Schüler und die Kommunikation untereinander gestärkt. Darüber hinaus werden all jene Sozialkompetenzen gefördert, die den Schülern im Sozialkunde-, Ehtik- oder Religionsunterricht vermittelt werden. Dies an einem praktischen und transparenten Beispiel zu leben, ist natürlich fantastisch. Also rundum eine tolle Sache, die wir von Herzen gern unterstützen."

Für den Landesvorstand des Thüringer Lehrerverbandes (tlv) stand sofort fest, dass sie die Aktion von ANTENNE THÜRINGEN und damit das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz mit dieser wunderbaren Gemeinschaftsaktion erneut unterstützen wollen. „Kinder und junge Erwachsene liegen uns sehr am Herzen. Dass sich nun gesunde Kinder und Jugendliche für Schwerkranke stark machen, ist lobens- und unterstützenswert. Und nicht nur das: Es ist vielmehr ein gemeinschaftlich mit Schülern, Eltern und Lehrern in Thüringen ansässiges Sozialprojekt, mit dem sich alle Kooperationspartner identifizieren können. Aus diesem Grund sind wir auch ein langjähriger Partner an der Seite der todkranken Kinder im Kinder- und Jugendhospiz“, sagte Rolf Busch, Landesvorsitzender des Thüringer Lehrerverbands (tlv).

Dass die erneute Hilfsaktion der Thüringer Schüler-, Lehrer- und Elternschaft etwas ganz Besonderes für seinen Kinderhospizverein ist, stellte dessen ehrenamtlicher Gründungsvorsitzender Klaus-Dieter Heber klar: „Wir sind stolz auf jede Spendenaktion, die ins Leben gerufen wird, obg durch eine Schule, Klasse, Lehrer oder auch aktive Eltern. Jedes einzelne Tun für die gute Sache zählt. Wir haben bereits in den vergangenen Jahren viele Spendenaktionen von Schulen aus Thüringen für uns miterleben dürfen. Darauf sind wir sehr stolz. Wenn Kinder etwas für Kinder tun, ist das für uns etwas ganz besonderes und verdient höchste Anerkennung.“

So stehen der Schüler-, Lehrer- und Elternschaft im Freistaat, über deren jeweiligen Vertreter an jeder Thüringer Schule, nicht nur Infomaterialien vor Ort zur Verfügung. Auch auf der Internetpräsenz des Kinderhospizes gibt es ein großes Angebot von Hilfestellungen für Akteure, die helfen wollen. Hier können neben Infomaterial - auch Spendendosen, bis hin zu einem persönlichen Besuch eines Vertreters des Kinderhospizvereins angefordert werden.

„Alle, die hier mitmachen, tun dies freiwillig und aus dem inneren Antrieb heraus, dass Familien mit einem schlimmen Schicksal ein wichtiges Hilfeangebot zuteilwerden kann. Deshalb sind mein Team und ich für jeden Initiator einer Spendenaktion persönlich da. Wir helfen beim Helfen, dass ist unsere Möglichkeit, dieses dringend benötigte Engagement zu würdigen.“, so Heber weiter.

Diese Würdigung werden die Initiatoren der Benefizkampagne ebenfalls mit der Vergabe des Titels „Schule mit Herz“ vornehmen. Allen teilnehmenden Klassen oder Schulen wird diese Auszeichnung, nach einer Beendigung der jeweiligen Spendenaktion, offziell verliehen. Jede Spendenaktion hilft, jede Spende kommt an.

Über 40.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit, bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen. Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwerkranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwändige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder. Über 35 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können.

Mehr als 1.000.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen hierzu nicht ausreicht. Über 950 betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 das stationäre Hilfsangebot des Trägervereins. 6.700.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland investiert. 92 Prozent dieser Investitionssumme wurden durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht. Dank dieser Hilfe entstand ein buchstäblich zweites Zuhause für diese betroffenen Familien – fernab von jeder Krankenhausatmosphäre.

Betrieben wird das stationäre Kinderhospiz von einem gemeinnützigen Trägerverein. Ein sechsköpfiger ehrenamtlicher Vorstand leitet die Geschicke bereits seit dem Jahr 2005 und hat so in den vergangenen zehn Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt initiiert. Der Gründer, Initiator und bis heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Heber wurde im Jahr 2015 mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet. Im Jahr 2018 plant der Trägerverein den dringend erforderlichen Ausbau des Kinder-und Jugendhospizes, da die Nachfrage steigt. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Hierfür werden zusätzliche 1.000.000 Euro Investitionskosten benötigt. Leider stehen hierfür derzeit keine staatlichen Förderungen zur Verfügung.

Informationen unter www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de oder www.facebook.com/kinderhospiz.

Spendenkonto - IBAN: DE64860205000003566900, BIC: BFSWDE33LPZ, Bank für Sozialwirtschaft.

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