Unser Team




Unser Team besteht aus Fachpflegepersonal, Pädagogen, Hauswirtschafts- und Servicemitarbeitern und wird bei Bedarf durch zwei regionale Fachärzte, Therapeuten, Seelsorgern und Ehrenamliche unterstützt.
Derzeit beschäftigen wir über 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege, Begleitung, Betreuung und Organisation. Maximal zwei schwerkranke Kinder werden von einer Pflegekraft gleichzeitig betreut.

Ein Kind bedeutet nicht wenig und nicht viel,
es bedeutet alles.

Fritz P. Rinnhofer

„Gesundes und frisches Essen steht bei uns im Mittelpunkt. Als Diätkoch weiß ich, was man mit bestimmten Krankheiten verträgt - und es gibt Kinder, die auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren. Ich stimme mich da eng mit den Eltern ab. Die Arbeit macht mir unglaublich Spaß - mit immer neuen Herausforderungen.“

Mirko Sauer
Küchenchef im Kinderhospiz Mitteldeutschland

„Mein Team und ich setzen alles daran, dass unsere Gäste sich liebevoll umsorgt fühlen und hier die Auszeit bekommen, die sie verdient haben. Man darf diese Tätigkeit allerdings nicht einfach als Job, sondern muss sie als eine Berufung sehen. Alles was ich von mir gebe, bekomme ich von den Kindern und ihren Familien wieder zurück.“

Franka Bennewitz
Pflegedienstleitung im Kinderhospiz Mitteldeutschland

„Seit der Eröffnung 2011 bin ich im Kinderhospiz Mitteldeutschland tätig. Als Palliativmediziner besteht meine Aufgabe vor allem darin, begleitend für die betroffenen Kinder und Jugendlichen da zu sein, ihre Schmerzen zu lindern und damit ihre Lebensqualität zu verbessern. Wir wollen Wohlfühlsituationen für Kinder und Familien schaffen.“

Jens Rothhagen
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin sowie Palliativmediziner

Unser Versprechen




Unser Pflegeteam arbeitet partnerschaftlich und vertrauensvoll mit den Eltern und Familienangehörigen zusammen. Wir sehen sie als die Fachleute ihres Kindes. Sie kennen seine Bedürfnisse und Wünsche am besten. Diesen zentralen Grundsatz „lebt“ unser gesamtes Kinderhospizteam bei der täglichen Arbeit. In der Pflege werden die individuellen Bedürfnisse der erkrankten Kinder berücksichtigt. Nur so kann langfristiges Vertrauen entstehen. Erst dann können die sorgenden Eltern ein Stückchen Verantwortung in die Hände Anderer geben.

Unser Kinderhospizteam übernimmt dabei teilweise oder ganz die Versorgung des schwer kranken Kindes oder der jungen Menschen. Dennoch gehen wir immer auf die individuellen Wünsche jeder Gastfamilie ein. So können diese auch die Pflege ihres Kindes selbst übernehmen oder unser Kinderhospizteam dabei unterstützen. Die Eltern werden so, je nach Wunsch, vom Druck der täglichen, kräftezehrenden Pflegesituation durch uns entlastet. Sie können ihre freie Zeit dem kranken Kind, den Geschwistern oder ihrem Partner widmen.
Bei uns können lebensbegrenzt erkrankte junge Menschen, bis zu einem Alter von 27 Jahren, mit ihren Angehörigen für bis zu 28 Tage im Jahr zur Entlastungspflege aufgenommen werden.

Unsere Gäste kommen nach vorheriger Anmeldung meist durch die Eltern, den Kinderarzt oder über Kinderkliniken zu uns. Die Entlastungspflege macht ein Höchstmaß unserer täglichen Arbeit aus.
Während dieser wichtigen Auszeiten lernen alle Familienangehörigen unsere Mitarbeiter kennen. Ein behutsam wachsendes Vertrauensverhältnis zwischen ihnen kann entstehen. Dies ist die Basis auch für die Zeit, in der Abschied genommen wird.
Ein besonderer Blick gilt den Geschwisterkindern von lebensverkürzt Erkrankten. Für sie bleibt im Alltag oft nicht genügend Aufmerksamkeit und Zeit durch die Eltern.

Mit intensiver und individueller Betreuung schenkt ihnen unser Kinderhospizteam, bestehend aus Pädagogen und Trauerbegleitern, gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitern wertvolle Momente, die bleiben. Dabei stehen neben Stunden von Ausgelassenheit und Spaß, auch die besinnlichen Augenblicke, die sie miteinander genießen können, im Fokus unserer Bemühungen.

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Was bedeutet Kinderhospizarbeit?

Wenn ein Kind lebenslimitierend erkrankt, steht die gesamte Familie im Mittelpunkt.

Vernachlässigte Wirklichkeit: In Deutschland leben über 50.000 Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten – tausende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sterben jährlich an diesen Erkrankungen. All diese betroffenen Familien müssen mit der Gewissheit leben, dass ihr geliebtes Kind das Erwachsenenalter zumeist nicht erreichen wird. An der Seite dieser Familien zu stehen vom Tag der Diagnose, während des oftmals jahrelangen Pflege- und Betreuungsprozesses und darüber hinaus, das ist die Aufgabe der Kinderhospizarbeit. Dabei bilden ambulante Kinderhospizdienste und stationäre Kinderhospize, gemeinsam mit allen an der Versorgung und Begleitung schwerstkranker Kinder beteiligten regionalen Partnern, ein möglichst enges Netzwerk. Die Stärkung der Familie, die Vorbereitung auf das Sterben des Kindes und die Begleitung der Geschwister sowie die Trauerbegleitung sind Schwerpunkte der Arbeit dieser Familienhilfe. Wichtig und hilfreich ist es, wenn den Kindern so lange wie möglich ein Verbleiben im vertrauten häuslichen Umfeld ermöglicht werden kann. Die Kinderhospizarbeit baut deshalb dringend benötigte Brücken. Nicht zuletzt ist sie aber auch eine wichtige Verbindung in das Gemeinwesen. Denn Familien, in denen ein schwer krankes Kind lebt, sind häufig isoliert - oft auch innerhalb der Verwandtschaft, im Freundeskreis und innerhalb der Gemeinschaft - egal ob auf dem Land oder auch in der Stadt. Diese Isolation ein Stück aufzubrechen ist ebenfalls eine zentrale Aufgabe der Kinderhospizarbeit.

Die Geschichte der Kinderhospizarbeit

Die Idee des weltweit ersten Kinderhospizes entstand im Jahr 1978 in Großbritannien. Sie begann mit der Lebensgeschichte eines kleinen Mädchens namens Helen, das niemals wahrgenommen hat, wie viel Bedeutung ihre eigene Krankheit auf das Leben so vieler chronisch, tödlich erkrankter Kinder und ihrer Familien haben würde. Helen erkrankte 1978 ganz plötzlich an einem Hirntumor. Dieser konnte zwar erfolgreich entfernt werden, aber Helens Gehirn war schwerwiegend und irreparabel verletzt. Ihre Kontaktmöglichkeit mit der Umwelt war erheblich eingeschränkt, sie konnte weder sprechen noch sitzen, noch ihre Körperbewegungen koordinieren.
Damals bekam Sister Francis, eine Nonne und Kinderkrankenschwester Berührung mit ihr und ihrer Familie. Es entwickelte sich eine enge Freundschaft und Sister Francis besuchte Helen immer wieder während ihres langen Krankenhausaufenthaltes. Diese Beziehung setzte sich auch fort, nachdem Helen nach Hause zurückgekehrt war. Um die Eltern immer wieder zu entlasten, nahm Sr. Francis die kleine Helen zu sich ins Kloster und aus dieser Freundschaft mit Helen und ihrer Familie entwickelte sich „Helen-House“, das als weltweit erstes Kinderhospiz 1982 seine Arbeit aufnahm. In der Bundesrepublik Deutschland machten sich Anfang der 1990er Jahre betroffene Eltern, deren Kinder unheilbar erkrankt waren, auf die Suche nach Möglichkeiten, ähnlich der Idee des „Helen House“, die Kinderhospizarbeit in Deutschland auf den Weg zu bringen.

Kinderhospizarbeit in Mitteldeutschland

So entstand aus dieser Elterninitiative 1998 in Olpe das erste stationäre Kinderhospiz Deutschlands. Nach und nach haben sich, trotz des Fehlens gesetzlicher Regelungen und umfänglicher fachlicher Erfahrungen, bundesweit Initiatoren gefunden, um diese Familienhilfe flächendeckend aufzubauen. Aus diesen Gründen wurde der Bundesverband Kinderhospiz e.V. als Interessenvertretung sich organisierender ambulanter und stationärer Kinderhospize im Jahre 2002 gegründet. Unsere gemeinnützige Trägergesellschaft, damals noch als Verein, ist Gründungsmitglied dieses wichtigen Dach- & Interessenverbandes. Nach Jahren intensiver Vorbereitung konnten wir 2007 den „Ambulanten Thüringer Kinderhospizdienst“ gründen und im November 2011 unsere stationäre Einrichtung, das „Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland" in Tambach-Dietharz. Bis heute konnten wir hunderte Familien aus Thüringen und ganz Deutschland intensiv pflegerisch und psychosozial begleiten und somit sowohl für das betroffene Kind als auch Geschwister und Eltern wertvolle Partner sein.

Achtung: Baustelle!

Es entstehen aktuell dringend benötigte Eltern-, Sozial- und Therapieräume. So können noch mehr Eltern gemeinsam mit ihren todkranken Kindern und Jugendlichen Hilfe und Entlastung und eine Auszeit von ihrem kräftezehrenden Pflegealltag bekommen.

Voller Demut erinnere ich mich an meinen Besuch zurück.

Damit die Arbeit des Kinderhospizes auch in Zukunft sichergestellt ist und noch viele Familien aus der ganzen Bundesrepublik diese Einrichtung nutzen können, ist sie im Höchtmaß auf unser aller Vertrauen und Unterstützung angewiesen.

Menschlichkeit braucht einen Platz.

Roland Kaiser
Ehrenamtlicher Kinderhospizbotschafter

Schenk auch Du
betroffenen Familien
Momente voller Leichtigkeit.